Wenn Windows durch einen Viren- oder Hackerangriff korrumpiert oder beschädigt wird und nicht mehr startet, ist der Ärger groß. Genau deshalb lohnt es sich, rechtzeitig vorzubeugen und Windows mit einem Systemabbild zu sichern.
Im Problemfall musst du dann nicht zwangsläufig eine Neuinstallation durchführen, sondern kannst das Systemabbild zurückspielen und direkt weiterarbeiten.
Die Voraussetzung dafür ist, dass bereits ein Systemabbild vorhanden ist. Dieses Abbild enthält deine vorherige Systemkonfiguration, sodass du den Originalzustand nach einer Beschädigung wiederherstellen kannst.
Aus diesem Grund sicherst du dein System am besten, solange noch alles in Ordnung ist. Wir empfehlen dir deshalb immer, regelmäßige Datensicherungen als Schutz vor Datenverlust und Schäden durch Sicherheitsvorfälle zu erstellen.
Für ein Windows-Systemabbild brauchst du vor allem genügend Speicherplatz und ein Zielmedium, das zuverlässig ist.
Besonders sinnvoll ist ein externes Medium, weil ein Systemabbild auf derselben internen Festplatte im Ernstfall ebenfalls gefährdet sein kann, zum Beispiel bei Defekten oder Malware.
Am besten planst du das Systemabbild vor größeren Änderungen ein, etwa vor Treiberinstallationen oder Funktionsupdates, damit du bei Problemen schnell auf einen stabilen Stand zurückspringen kannst.
Um in den Konfigurationsbereich zu gelangen, wo du Zugriff auf die Erstellung von Systemsicherungen hast, öffnest du die Windows-Suche und tippst "Systemsteuerung" ein.
Danach öffnest du die Systemsteuerung und navigierst zu "Sichern und Wiederherstellen (Windows 7)". Auch wenn hier noch Windows 7 genannt wird, der Name also sehr alt wirkt, wird dieses klassische Tool unter Windows 10 und Windows 11 weiterhin genutzt, um ein Systemabbild zu erstellen.
Im Fenster von Sichern und Wiederherstellen (Windows 7) klickst du links auf die Verknüpfung "Systemabbild erstellen". Damit startest du den Assistenten für die Erstellung des Systemabbilds.
Unterhalb der Funktion für das Systemabbild findest du den Befehl "Systemreparaturdatenträger erstellen". Darüber kannst du eine bootfähige CD oder DVD erzeugen, die dir später beim Wiederherstellen einer beschädigten Windows-Installation hilft.
Da viele aktuelle Geräte kein optisches Laufwerk (klassisches CD / DVD-Laufwerk) mehr haben, lohnt es sich zusätzlich, ein USB-Wiederherstellungslaufwerk zu erstellen.
Damit kannst du den PC ebenfalls booten und Windows im Notfall wiederherstellen oder neu installieren.
Im Assistenten wählst du anschließend den Speicherort für das Abbild aus.
Um die größtmögliche Sicherheit für deine Daten zu gewährleisten, solltest du dafür nicht die interne Festplatte des Computers auswählen, sondern eine externe Festplatte oder eine Netzwerkfestplatte.
So stellst du sicher, dass dein Backup auch dann noch verfügbar ist, wenn intern etwas schiefgeht.
Danach legst du fest, welche Laufwerke in die Sicherung mit einbezogen werden sollen. Üblicherweise sind die für Windows notwendigen Partitionen bereits vorausgewählt, damit das Systemabbild später auch wirklich bootfähig wiederherstellbar ist.
Wenn Speicherort und Laufwerksauswahl passen, klickst du auf Sicherung starten. Windows beginnt dann mit der Erstellung des Systemabbilds.
Nach Abschluss hilft ein kurzer Check der Sicherungsdateien, damit du dich im Notfall darauf verlassen kannst, dass alles für eine Systemrücksicherung vorhanden ist.
Schau dafür auf dem Sicherungslaufwerk nach, ob der Backup-Ordner und die Systemabbild-Dateien vorhanden sind. Auch ist es immer gut das Boot-Menü deines PCs zu kennen, also zu wissen, wie du von dem Speichermedium booten kannst, auf dem das Systemimage liegt.
So kannst du im Ernstfall von CD, DVD oder USB starten, je nachdem, welches Rettungsmedium du vorbereitet hast.
Ein Systemabbild ist besonders dann Gold wert, wenn Windows gar nicht mehr startet. Damit du im Ernstfall wirklich schnell wieder arbeitsfähig bist, berücksichtige auch folgende Dinge.
Lege das Systemabbild regelmäßig neu an, vor allem vor großen Änderungen am System, damit dein vorhandene Systemsicherung nicht auf einem zu alten Stand ist.
Bewahre die externe Festplatte möglichst getrennt vom PC auf, sobald die Sicherung fertig ist, weil Ransomware ansonsten auch externe Laufwerke treffen kann, solange sie angeschlossen sind.
Ergänze das Systemabbild durch eine Dateisicherung deiner wichtigsten Ordner, weil ein Systemabbild zwar den Systemzustand einfriert, du aber für aktuelle Dokumente keine Sicherung hast.
Deshalb empfehlen wir dir auch, regelmäßig Sicherungen deiner wichtigsten Dateien durchzuführen.
Damit sind wir auch schon am Ende mit unserem Tutorial. Wir hoffen natürlich, dass dieses Tutorial nützlich für dich war und wünschen dir noch viel Spaß mit unseren vielen anderen Tutorials auf Heimnetzwerk-und-Wlan-Hilfe.com.
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