Auch wenn du praktisch alle Hardwaretreiber kostenlos im Internet findest, bekommst du sie eben nicht an einer zentralen Stelle.
Genau deshalb lohnt es sich, die Treiber vor der Neuinstallation direkt vom laufenden System zu sichern.
So musst du nach der Neuinstallation nicht mühsam jedes einzelne Treiberpaket zusammensuchen, sondern kannst fehlende oder problematische Treiber gezielt aus deinem Backup nachinstallieren.
Ein solches Treiber-Backup ist zwar schnell mit Windows-Bordmitteln erledigt, kann aber einige GB an Speicherplatz belegen. In der Regel sollte aber ein USB-Stick mit 8 GB oder 16 GB dafür ausreichen.
Du benötigst für die Sicherung deiner installierten Treiber folgendes.
Stecke deinen USB-Stick an und erstelle darauf einen Ordner, zum Beispiel mit dem Namen Treiberbackup.
Merke dir den Laufwerksbuchstaben des Sticks. In meinem Beispiel ist es das Laufwerk "E".
Öffne jetzt eines der Kommandozeilentools von Windows mit Administratorrechten. Dabei ist es egal, ob du die Eingabeaufforderung, die Windows PowerShell oder das Windows Terminal (nur Windows 11) verwendest.
Gebe einfach den Namen des Tools in der Suche ein und dann sollte dir die Anwendung als Suchergebnis angezeigt werden. Wichtig ist, dass du diese als Administrator öffnest, damit du beim Ausführen unserer Befehle keine Berechtigungsprobleme hast.
Jetzt werden wir mit Hilfe des in Windows integrierten Tools "pnputil" Treiber exportieren.
Gib nun den folgenden Befehl in der Kommandozeile ein. Beachte, dass du den richtigen Laufwerksbuchstaben verwendest, der deinem Speichermedium entspricht.
pnputil /export-driver * D:\Treiberbackup
Drücke anschließend die Enter-Taste.
Mit diesem Befehl erfolgt der Export von Treiberdateien.
Wie lange die Sicherung dauert, hängt von der Menge der installierten Treiber und von der Schreibgeschwindigkeit deines USB-Sticks bzw. verwendeten Speichermediums ab.
Wenn am Schluss die Zahl der "Treiberpakete insgesamt" identisch ist mit der von "Exportierte Treiberpakete", dann ist alles gesichert.
Dieser Zahlenvergleich ist dein Check, ob das Backup vollständig durchgelaufen ist.
Der Sicherungsordner enthält danach so viele Unterverzeichnisse, wie Treiber respektive Treiberpakete gesichert wurden. Das ist praktisch, weil Windows bei der Wiederherstellung oft automatisch das passende Paket im richtigen Unterordner findet.
Wenn du jetzt einen Treiber für eine Neuinstallation benötigst, kannst du ihn direkt aus dem Sicherungsverzeichnis installieren.
Das ist besonders dann nützlich, wenn du Windows neu installiert hast. So ist das sehr zeitaufwendige Suchen und Installieren von Treiber auf diversen Webseiten nicht notwendig.
Wenn du einmal einen Blick in den Geräte-Manager wirfst, dann wirst du nach einer Neuinstallation viele Warn- und Fehleranzeigen angezeigt bekommen, weil für einige Hardwarekomponenten noch keine Treiber installiert wurden.
Du erkennst fehlende oder problematische Treiber oft daran, dass Geräte mit einem gelben Ausrufezeichen markiert sind.
Um nun den Treiber für ein mit Fehlercode gekennzeichnetem Gerät zu installieren, gehst du folgendermaßen vor.
Klicke mit der rechten Maustaste auf so ein markiertes Gerät und gehe dann auf:
"Treiber aktualisieren" → "Auf meinem Computer nach Treibern suchen"
Wähle anschließend das zuvor erstellte Backup-Verzeichnis (zum Beispiel D:\Treiberbackup) aus und klicke auf "Weiter".
Windows findet daraufhin meist gleich das passende Treiberpaket aus dem richtigen Unterverzeichnis und bietet es zur Installation an.
Wenn du mehr zur Syntax des Windows-Befehls "pnputil" wissen möchtest, findest du die ausführliche Erläuterungen direkt bei Microsoft.
learn.microsoft.com/de-de/windows-hardware/drivers/devtest/pnputil-command-syntax
Hier werden dir die Optionen und Details zu pnputil detailliert erläutert.
Damit sind wir auch schon am Ende mit unserem Tutorial. Wir hoffen natürlich, dass dieses Tutorial nützlich für dich war und wünschen dir noch viel Spaß mit unseren vielen anderen Tutorials auf Heimnetzwerk-und-Wlan-Hilfe.com.
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Infos bei Wikipedia
Weitere Informationen zu Windows 11
Infos bei Google
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