Vielleicht hast du schon einmal die Warnung bekommen, dass der Speicherplatz knapp wird oder dein PC läuft spürbar langsamer?
Windows bringt praktische Funktionen mit, um genau solche Probleme zu verhindern, ohne dass du ständig selbst Dateien suchen und löschen musst.
Wir gehen gleich gemeinsam Schritt für Schritt durch die wichtigsten Einstellungen, und ich zeige dir auch einige erweiterte Funktionen, mit denen du noch mehr aus der Speicheroptimierung herausholen kannst.
Unter anderem erfährst du:
Lass uns direkt loslegen!
Um die Speicheroptimierung nutzen zu können, müssen wir sie aktivieren. Dazu begeben wir uns in die Windows-Einstellungen.
Dafür klickst du unten links auf das Startmenü und gibst einfach "Einstellungen" in die Suchleiste ein. Alternativ findest du das Zahnrad-Symbol direkt in der linken Leiste, je nach Windows-Version.
Im Einstellungsfenster klickst du dann auf "System" und anschließend auf den Punkt "Speicher". Dieser befindet sich in der Seitenleiste oder in neueren Versionen direkt als Kachel sichtbar.
Hier findest du jetzt alle wichtigen Optionen rund um die Speicherverwaltung.
In der Speicherübersicht gibt es eine Funktion namens "Speicheroptimierung"
Diese sorgt dafür, dass Windows regelmäßig Dateien löscht, die du nicht mehr brauchst, zum Beispiel Inhalte aus dem Papierkorb oder veraltete temporäre Dateien.
Ganz oben findest du einen Schalter. Ist er grau, ist die Funktion deaktiviert. Ein Klick genügt, und er wird blau, jetzt ist die Speicheroptimierung aktiv.
Darunter solltest du auch die Option "Automatische Bereinigung des Benutzerinhalts" einschalten.
Damit stellt Windows sicher, dass zum Beispiel auch temporäre Dateien oder Reste von Windows-Updates automatisch gelöscht werden.
Das allein bringt oft schon eine spürbare Entlastung, aber jetzt schauen wir uns an, wie du diese Funktion genau konfigurierst.
Jetzt kommen wir zu den Einstellungen, die bestimmen, wie oft Windows deine Daten aufräumt, und was genau gelöscht wird.
Häufigkeit der Bereinigung festlegen
Klicke auf "Speicheroptimierung ausführen" und wähle zum Beispiel "Jeden Monat".
Wenn du viel mit dem PC arbeitest oder schnell viel Speicher belegst, kannst du auch "Wöchentlich" oder sogar "Täglich" einstellen.
Im nächsten Schritt findest du die Option "Dateien aus dem Papierkorb löschen, die älter sind als", hier empfehle ich "30 Tage".
Damit sparst du automatisch Speicherplatz, ohne dass du selbst an das Leeren denken musst.
Downloads regelmäßig bereinigen
Ein Punkt, der oft übersehen wird, ist folgender.
"Dateien in meinem Ordner Downloads löschen, die länger nicht geöffnet wurden als".
Auch hier kannst du 30 Tage auswählen.
Aber Vorsicht: Falls du wichtige Dateien direkt im Download-Ordner speicherst, solltest du vorher überlegen, sie in einen anderen Ordner zu verschieben.
Mit diesen Einstellungen hält dein System sich selbst sauber, ganz automatisch.
Falls du sofort Speicher freimachen möchtest, kannst du die Speicheroptimierung auch manuell starten.
Scroll dafür ein Stück nach unten und klicke auf den Button "Speicheroptimierung jetzt ausführen".
Windows durchsucht dann dein System nach unnötigen Dateien, basierend auf deinen Einstellungen, und löscht sie direkt.
Der Vorgang dauert meist nur ein paar Sekunden bis Minuten, je nachdem, wie viel gerade bereinigt werden kann.
Was viele nicht wissen ist, dass die Speicheroptimierung noch viel mehr kann.
Sie entfernt unter anderem:
So wird nicht nur dein Papierkorb, sondern auch der gesamte Windows-Speicher automatisch entschlackt.
Ein wichtiger Hinweis an dieser Stelle!
Wenn du den Papierkorb leerst, egal ob manuell oder automatisch sind die Daten nicht sofort endgültig gelöscht. Sie können mit bestimmten Tools wiederhergestellt werden, da der freigegebene Speicherplatz nur als frei markiert wird und die Dateien nicht sofort gelöscht werden.
Erst wenn neue Daten über die als frei gekennzeichneten Speicherbereiche geschrieben werden, sind die Papierkorbdateien verloren.
Wenn du sensible Daten wirklich sicher löschen möchtest, kannst du zum Beispiel die Windows-eigene Funktion über die Eingabeaufforderung nutzen. Gib dafür Folgendes ein.
cipher /w:C:\
Damit werden gelöschte Dateien überschrieben und können nicht wiederhergestellt werden.
Achtung: Dieser Vorgang kann je nach Festplattengröße sehr lange dauern.
Wenn du OneDrive nutzt, kannst du zusätzlich Speicher sparen, und zwar mit der Funktion "Dateien bei Bedarf".
Dabei werden Dateien, die du selten nutzt, nur in der Cloud gespeichert, und belegen lokal keinen Speicherplatz mehr.
Windows zeigt dir diese Dateien weiterhin im Explorer an, aber sie werden nur bei Bedarf heruntergeladen.
Aktiviere dazu in den OneDrive-Einstellungen den Punkt "Speicherplatz sparen und Dateien nur bei Bedarf herunterladen".
Gerade auf kleinen SSDs ist das eine sehr nützliche Funktion.
Neben der modernen Speicheroptimierung gibt es auch noch die klassische Datenträgerbereinigung von Windows.
Du kannst sie aufrufen, indem du im Startmenü "cleanmgr" eingibst und Enter drückst.
Hier kannst du manuell weitere Dinge löschen, zum Beispiel:
Besonders hilfreich ist das, wenn du direkt nach einem Windows-Update viel Speicherplatz zurückgewinnen willst.
Wenn du die volle Kontrolle möchtest, kannst du die Speicherbereinigung auch über die Windows Aufgabenplanung automatisieren.
Damit lässt sich z. B. einstellen, dass die Bereinigung nur bei Leerlauf ausgeführt wird oder nach dem Start deines PCs.
Das ist besonders interessant, wenn du erweiterte Szenarien oder einen regelmäßigen Wartungsplan für deinen PC einrichten willst.
Im Aufgabenplaner kannst du sogar eigene Skripte oder Befehle einbinden, aber das ist eher etwas für erfahrene Nutzer.
Bevor wir zum Schluss kommen, hier noch ein paar wichtige Hinweise.
Achte darauf, wichtige Dateien nicht dauerhaft im Download-Ordner zu lassen. Sonst können sie bei der automatischen Bereinigung verloren gehen.
Leere den Papierkorb nicht blind, wenn du unsicher bist. Prüfe bei Bedarf vorher, was sich darin befindet.
Deaktiviere automatische Bereinigung in besonderen Fällen, zum Beispiel bei Archivsystemen, wo Dateien lange aufbewahrt werden sollen.
So behältst du die Kontrolle, ohne auf Komfort zu verzichten.
Mit der richtigen Konfiguration der Speicheroptimierung kannst du ganz einfach automatisch den Papierkorb leeren, alte Downloads löschen lassen, temporäre Dateien bereinigen und sogar mit OneDrive zusätzlichen Speicherplatz sparen.
Dein PC bleibt dadurch schneller, übersichtlicher und effizienter, ohne dass du ständig selbst eingreifen musst.
Damit sind wir auch schon am Ende mit unserem Tutorial. Wir hoffen natürlich, dass dieses Tutorial nützlich für dich war und wünschen dir noch viel Spaß mit unseren vielen anderen Tutorials auf Heimnetzwerk-und-Wlan-Hilfe.com.
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Infos bei Wikipedia
Weitere Informationen zu Windows 11
Infos bei Google
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