"DNS", diese drei Buchstaben stehen für das "Domain Name System", das wie ein Adressbuch für das Internet funktioniert.
DNS übersetzt die für uns verständlichen Domainnamen, wie etwa www.google.de, in IP-Adressen, die die Computer und Server im Hintergrund verwenden, um miteinander kommunizieren zu können.
Ohne DNS könnten wir keine Webseiten aufrufen, Apps nutzen oder Videos streamen.
Die Struktur von DNS wurde entwickelt, um Daten möglichst schnell zu übertragen und nicht unbedingt, um sie besonders sicher zu machen.
Genau das nutzen Angreifer aus, um Onlineverbindungen zu stören oder dich und andere Internetnutzer auszutricksen, indem sie versuchen DNS-Einträge zu manipulieren, um dich auf gefakte Webseiten zu leiten.
In diesem Tutorial zeige ich dir, welche Gefahren beim DNS lauern und vor allem, wie du dein Heimnetz davor schützen kannst.
DNS-Server sind dafür verantwortlich, deine Anfragen ins Internet zu leiten und die passenden IP-Adressen zurückzugeben.
Stell dir vor, du möchtest eine Webseite besuchen. Dein Computer fragt zuerst beim DNS-Server nach der zugehörigen IP-Adresse.
Der Server sucht diese in seinem Cache oder leitet die Anfrage weiter, bis er die Antwort hat. Das klingt erstmal sicher, aber hier kommen die Schwachstellen ins Spiel.
UDP (User Datagram Protocol) ist ein verbindungsloses Transportprotokoll, das besonders schnell ist, weil es keine Bestätigungspakete oder Fehlerkorrektur durchführt, im Gegensatz zu TCP (Transmission Control Protocol) Es bietet jedoch Verschlüsselung oder Schutz vor Manipulationen.
Die Grundstruktur von DNS war ursprünglich nicht auf Sicherheit ausgelegt. Ohne zusätzliche Protokolle ist es für Angreifer leichter, sich einzuklinken.
Häufige Angriffe auf DNS
Es gibt verschiedene Arten von Angriffen, die sich gezielt diese Schwächen zunutze machen.
DNS Flood
Hier bombardieren Angreifer einen DNS-Server mit unzähligen Anfragen, um ihn zu überlasten. Das Ergebnis, Webseiten werden nicht mehr erreichbar, und dein Internet kann gestört werden.
DNS-Spoofing
Bei diesem Angriff manipuliert ein Hacker die Cache-Dateien eines DNS-Servers. Der Server gibt dann absichtlich falsche IP-Adressen zurück.
Du wirst dadurch auf eine gefälschte Webseite weitergeleitet, die oft der echten Website ähnlich aussieht. Dies wird besonders bei der Nutzung von Online-Banking gefährlich, da so deine Zugangsdaten abgefangen werden können. Der Angreifer versucht, deine Passwörter oder andere sensible Daten zu stehlen.
Angriffe auf Router und Netzwerk
Auch dein Heimrouter kann zum Ziel werden, wenn er Sicherheitslücken in seiner DNS-Software hat oder nicht richtig abgesichert ist.
Besonders gefährlich wird es, wenn ein Angreifer direkten Zugriff auf deinen Router bekommt. Dann kann er die DNS-Einstellungen manipulieren und z. B. deine Anfragen auf schädliche Seiten umleiten.
Zum Glück kannst du mit ein paar einfachen Maßnahmen dafür sorgen, dass dein Heimnetz sicher bleibt.
Verwende DNSSEC-fähige DNS-Server
DNSSEC (DNS Security Extensions) sorgt dafür, dass die Antworten eines DNS-Servers mit einer digitalen Signatur versehen werden. So kannst du sicherstellen, dass die zurückgegebene IP-Adresse tatsächlich korrekt ist und nicht manipuliert wurde.
Viele moderne DNS-Resolver unterstützen DNSSEC. Prüfe, ob dein aktueller Anbieter diese Funktion hat.
Halte die Firmware deines Routers aktuell
Hersteller veröffentlichen regelmäßig Updates, um Sicherheitslücken zu schließen. Stelle sicher, dass dein Router und andere Netzwerkgeräte immer mit der neuesten Firmware-Version laufen.
Sicheres Passwort und Zwei-Faktor-Authentifizierung
Der Zugang zu deinem Router sollte mit einem starken Passwort geschützt sein. Noch besser: Aktiviere, falls möglich, eine Zwei-Faktor-Authentifizierung. So kann niemand ohne deine Zustimmung auf das Routermenü zugreifen.
Vertraue nur seriösen DNS-Servern
Es gibt öffentliche DNS-Server wie die von Google (8.8.8.8) oder Cloudflare (1.1.1.1), die für ihre Sicherheit und Zuverlässigkeit bekannt sind. Stelle sicher, dass dein Router diese verwendet.
Die Sicherheit deines Heimnetzes beginnt bei den Grundlagen und DNS spielt dabei eine zentrale Rolle.
Angriffe wie DNS Floods oder DNS-Spoofing können ernste Folgen haben, aber du bist nicht hilflos. Mit DNSSEC, aktuellen Firmware-Versionen und einer sicheren Router-Konfiguration kannst du dein Heimnetz vor vielen Bedrohungen schützen.
Es lohnt sich, ein bisschen Zeit in diese Maßnahmen zu investieren, um deine Geräte und Daten zu sichern.
Damit sind wir auch schon am Ende mit unserem Tutorial. Wir hoffen natürlich, dass dieses Tutorial nützlich für dich war und wünschen dir noch viel Spaß mit unseren vielen anderen Tutorials auf Heimnetzwerk-und-Wlan-Hilfe.com.
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