Microsoft Word bietet dir unglaublich viele Funktionen, aber eine Sache vermisst man bis heute erstaunlich oft, eine richtig einfache Standardfunktion, mit der du Lochmarken oder Falzmarken (auch "Faltmarken" genannt) automatisch an der korrekten Stelle einfügen kannst.
Genau diese kleinen Markierungen machen im Alltag aber einen riesigen Unterschied, weil du damit einen Geschäftsbrief oder ein Dokument viel schneller richtig falten und sauber lochen kannst, besonders, wenn du es in einen Fensterbriefumschlag DIN lang stecken oder ordentlich abheften willst.
Die gute Nachricht ist, du kannst dir in Word selber helfen, entweder manuell über Formen (als saubere Word-Vorlage) oder noch schneller über ein Add-in.
In Deutschland gibt es, wie für fast alles, auch für die Gestaltung von Geschäftsbriefen im DIN-A4-Format klare Regeln.
Früher war dafür oft die DIN 676 die Referenz. Heute wird das Thema in der Praxis und in aktuellen Anleitungen typischerweise unter DIN 5008 geführt; dort sind auch die Positionen für Falz- und Lochmarken beschrieben.
Inhaltlich passen die gebräuchlichen Maße (Form A und Form B) weiterhin zu den Werten, die du gleich in Word einträgst.
Wichtig ist dabei die Unterscheidung:
Form A: Geschäftsbrief mit kleinem Briefkopf
Form B: Geschäftsbrief mit erweitertem Briefkopf
Für genau diese beiden Formen setzt du die Marken an festen Positionen, damit das Dokument später beim Falten korrekt im Umschlag sitzt und beim Lochen sauber ausgerichtet ist.
Die typischen Maßangaben sind:
Falzmarke 1: 8,7 cm (Form A) oder 10,5 cm (Form B)
Falzmarke 2: 19,2 cm (Form A) oder 21,0 cm (Form B)
Lochmarke: 14,85 cm (bei beiden gleich)
Jetzt zeige ich dir den manuellen Weg in Microsoft Word. Das klingt erstmal nach Bastelarbeit, ist aber in ein paar Minuten erledigt und wenn du es einmal als Briefvorlage / Word-Vorlage speicherst, hast du es dauerhaft verfügbar.
Leeres Dokument vorbereiten
Du öffnest zuerst eine leere Word-Datei. Ich empfehle dir dabei ganz bewusst diesen Startpunkt, weil du die Marken dann sauber als Grundlage für zukünftige Briefpapier-Layouts verwenden kannst.
Damit die Linien später nicht "mit dem Text mitschwimmen", arbeitest du am besten so, dass die Form absolut zur Seite positioniert wird (also zur Seite selbst, nicht zu Absätzen im Text).
Genau das stellst du gleich über die Layoutoptionen ein.
Erste Falzmarke zeichnen und auf 3 mm Länge einstellen
Wechsle in Word ins Menü "Einfügen".
Klicke auf "Formen".
Wähle die Linie aus und zeichne eine kurze Linie ins Dokument.
Halte dabei die Shift-Taste gedrückt, damit die Linie wirklich waagerecht wird.
Jetzt setzt du die Länge der Falzmarke auf die üblichen drei Millimeter (das sind 0,3 cm):
Markiere die Linie.
Wechsle zu "Formformat".
Trage im Feld "Größe" die Länge 0,3 cm ein.
Erste Falzmarke exakt positionieren (Form A oder Form B)
Jetzt kommt der entscheidende Teil: die Positionierung nach Norm.
Klicke auf "Position" → "Weitere Layoutoptionen…"
Trage nun folgendes ein:
Horizontal (rechts vom Seitenrand):
Absolute Position: 0,5 cm rechts von Seite
Vertikal (unterhalb der Seite) – für Falzmarke 1:
Form A: 8,7 cm
Form B: 10,5 cm
Achte in den Layoutoptionen darauf, dass die Position relativ zur Seite festgelegt ist. So bleiben die Falzmarken stabil, auch wenn du später Text einfügst oder Seitenumbrüche nutzt.
Für die zweite Falzmarke wiederholst du die Prozedur.
Erstelle wieder eine Linie (oder kopiere die erste Linie und füge sie ein).
Die Länge bleibt bei 0,3 cm (3 mm).
Öffne wieder "Position" → "Weitere Layoutoptionen…"
Trage ein:
Horizontal:
0,5 cm rechts von Seite
Vertikal – für Falzmarke 2:
Form A: 19,2 cm
Form B: 21,0 cm
Damit hast du die beiden klassischen Falzmarken, die du zum zickzackartigen Falten eines DIN-A4-Briefes brauchst.
Jetzt fehlt noch die Lochmarke, also die Markierung, an der du den Locher ansetzt:
Erstelle eine neue Linie.
Setze die Länge diesmal auf 0,6 cm (6 mm).
Positioniere sie über "Position" → "Weitere Layoutoptionen…" mit:
Horizontal:
0,5 cm rechts von Seite
Vertikal:
14,85 cm unterhalb von Seite
Damit sitzt die Lochmarke exakt auf der Höhe, die für Standard-Lochung im Büroalltag üblich ist.
Damit du diese Falz- und Lochmarken nicht jedes Mal neu bauen musst, speicherst du das Dokument am besten als Word-Vorlage (Template).
So kannst du es für jeden neuen Geschäftsbrief, jedes Serienbrief-Dokument oder dein eigenes Briefpapier nach DIN 5008 wiederverwenden.
In Word ist dafür das Vorlagenformat praktisch (je nach Version zum Beispiel .dotx). Dann öffnet sich beim Verwenden automatisch eine neue Datei auf Basis deiner Vorlage, während die Vorlage selbst unverändert bleibt.
Wenn du dir das manuelle Anlegen sparen willst, kommst du deutlich schneller ans Ziel, indem du ein Add-in nutzt.
Sehr verbreitet ist der SmartTools Falz- und Lochmarken-Assistent, mit dem du Falz- und Lochmarken per Mausklick in Word einfügst.
Laut Anbieter ist der Download kostenlos und die aktuellen Versionen sind auf moderne Word-Versionen (inklusive Microsoft 365) angepasst.
Den Download findest du hier:
add-in-world.com/katalog/falzassi/
Wenn du das Add-in installiert hast, fügst du die Standardmarken normalerweise direkt über die SmartTools-Funktionen ein, ohne jede Linie manuell zeichnen und positionieren zu müssen.
Damit sind wir auch schon am Ende mit unserem Tutorial. Wir hoffen natürlich, dass dieses Tutorial nützlich für dich war und wünschen dir noch viel Spaß mit unseren vielen anderen Tutorials auf Heimnetzwerk-und-Wlan-Hilfe.com.
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Weitere Informationen zu Windows 11
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