DFS (Dynamic Frequency Selection) sorgt dafür, dass dein Router im 5-GHz-Band funken darf, ohne wichtige Funksysteme zu stören.
Gleichzeitig erklärt DFS auch typische Situationen, in denen ein 5-GHz-WLAN plötzlich kurz weg ist oder der Kanal unerwartet wechselt.
Wenn klar ist, wie DFS funktioniert, lassen sich solche Effekte besser einordnen und mit ein paar Einstellungen oft deutlich reduzieren.
Der für WLAN-Übertragungen zulässige Frequenzbereich im 5-GHz-Band ist in Deutschland in zwei Blöcke aufgeteilt.
Der untere Bereich erstreckt sich von 5150 MHz bis 5350 MHz über die Kanäle 36 bis 64. In diesem unteren Block stehen insgesamt 200 MHz Übertragungsbandbreite bereit.
Der obere 5-GHz-Bereich liegt im Frequenzbereich zwischen 5470 MHz bis 5725 MHz und wird von den Kanälen 100 bis 140 abgedeckt. In diesem oberen Block stehen mehr als 250 MHz Übertragungsbandbreite bereit.
Wichtig für die Praxis ist folgende Einordnung. In Europa gelten die Kanäle 36 bis 48 typischerweise als Kanäle ohne DFS, während die Kanäle 52 bis 64 und 100 bis 140 zu den DFS-Kanälen zählen.
Das erklärt, warum manche 5-GHz-Kanäle besonders stabil wirken und andere gelegentlich Wartezeiten oder Kanalwechsel auslösen.
Damit WLAN-Geräte im oberen Bereich übertragen dürfen, müssen sie DFS beherrschen. DFS ist die Abkürzung für Dynamic Frequency Selection, auf Deutsch dynamische Frequenzwahl.
Auf bestimmten 5-GHz-Kanälen arbeiten nicht nur WLAN-Geräte, sondern auch andere Funksysteme, die Vorrang haben.
Deshalb prüft ein Router mit DFS, ob auf dem gewählten Kanal solche bevorrechtigten Nutzer aktiv sind. Nur wenn kein bevorrechtigter Nutzer erkannt wird, darf dein WLAN dort senden.
In Deutschland und der EU ist diese Art Schutzmechanismus Teil der technischen Anforderungen für 5-GHz-WLAN im DFS-Bereich, typischerweise zusammen mit TPC.
TPC (Transmit Power Control) bedeutet, dass Geräte ihre Sendeleistung automatisch anpassen können, damit das Funkspektrum effizient und störungsarm genutzt wird.
Wenn im Zusammenhang mit DFS von bevorrechtigten Nutzern die Rede ist, sind damit Funksysteme gemeint, die auf diesen Frequenzen priorisiert arbeiten. Das sind beispielsweise Ortungsfunksysteme wie Wetterradar, Flugradar oder Militärradar.
Damit diese Systeme nicht durch WLAN-Übertragungen gestört werden, muss der Router einen Ausweichmechanismus unterstützen. Genau dieser Mechanismus ist ein Kernbestandteil von DFS, weil der Router bei Bedarf auf einen anderen freien 5-GHz-Kanal wechseln können muss.
Zuerst wählt der Router einen 5-GHz-Kanal, der im DFS-Bereich liegt, zum Beispiel einen Kanal zwischen 100 und 140. Danach führt das Gerät eine Prüfung durch, die oft als Channel Availability Check bezeichnet wird. In dieser Phase hört der Router auf Radarsignale, bevor er dort sendet.
Wenn in dieser Prüfung kein Radar erkannt wird, startet das 5-GHz-WLAN auf diesem Kanal ganz normal. Kommt später doch ein Radarsignal dazu, muss der Router den Kanal räumen und auf einen anderen freien Kanal wechseln.
Dieser erzwungene Kanalwechsel ist genau der Ausweichmechanismus, der verhindert, dass dein WLAN ein bevorrechtigtes System stört.
Je nach Kanalbereich können dabei spürbare Wartezeiten auftreten. Oft hört man hier, dass von einer Wartephase geschrieben wird, die sich in der Praxis wie eine kurze Unterbrechung anfühlt, bevor das WLAN wieder verfügbar ist.
Einige Herstellerdokumentationen nennen als typische Größenordnung etwa rund eine Minute im Bereich 52 bis 64 und bis zu etwa zehn Minuten im Bereich 100 bis 140, wenn Radar erkannt wurde und der Router entsprechend reagieren muss.
Im Alltag zeigt sich DFS oft nicht als Fehlermeldung, sondern als Verhalten, dass in Form von kleinen Unterbrechungen des Wlan-Netzes spürbar ist. Ein Effekt ist, dass die 5-GHz-Verbindung kurz abbricht, weil der Router den Kanal wechseln muss.
Danach verbinden sich deine Geräte wieder, manchmal mit einem neuen Kanal und manchmal auch mit leicht anderer Geschwindigkeit, weil die Kanalbreite oder die Umgebungsbelegung anders ist.
Besonders auffällig wird das, wenn du in der Nähe von Radarstandorten wohnst oder wenn der Router Kanäle nutzt, auf denen DFS vorgeschrieben ist. Dann kann es passieren, dass das 5-GHz-WLAN nach einem Radarereignis erst nach einer Wartezeit wieder stabil verfügbar ist.
Für mehr Stabilität hilft es, die Kanalwahl bewusst zu steuern. Viele Router bieten eine automatische Kanalauswahl, die auch DFS-Kanäle nutzt, weil dort häufig weniger WLAN-Nachbarn funken.
In Umgebungen mit Radaraktivität kann es jedoch sinnvoll sein, auf einen 5-GHz-Kanal ohne DFS auszuweichen, typischerweise im Bereich der Kanäle 36 bis 48.
DFS ist kein Fehler, sondern eine Schutzfunktion. Wenn ein Kanalwechsel passiert, arbeitet dein Router regelkonform und schützt bevorrechtigte Nutzer wie Wetterradar oder Flugradar.
Zusammenfassend können wir also sagen, dass der 5-GHz-Bereich in Deutschland in zwei Blöcke aufgeteilt ist. Die Kanäle im oberen Bereich von 5470 MHz bis 5725 MHz werden von den Kanälen 100 bis 140 abgedeckt.
Damit WLAN-Geräte dort senden dürfen, müssen sie DFS beherrschen und prüfen, ob bevorrechtigte Nutzer wie Wetter-, Flug- oder Militärradar aktiv sind.
Um diese nicht zu stören, unterstützt der Router einen Ausweichmechanismus und kann bei Bedarf auf einen anderen freien 5-GHz-Kanal wechseln.
Damit sind wir auch schon am Ende mit unserem Tutorial. Wir hoffen natürlich, dass dieses Tutorial nützlich für dich war und wünschen dir noch viel Spaß mit unseren vielen anderen Tutorials auf Heimnetzwerk-und-Wlan-Hilfe.com.
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So funktioniert DFS (Dynamische Frequenzwahl)
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