In diesem Tutorial zeige ich dir, wie du deine externe IP-Adresse beziehungsweise öffentliche IP-Adresse zuverlässig ermittelst. Dabei hilft es, den Unterschied zwischen interner und externer IP-Adresse zu kennen, denn ein Computer hat in der Regel diese zwei IP-Adressen.
Eine interne IP-Adresse wird dem Gerät in den meisten Fällen vom Router zugewiesen oder manuell konfiguriert und gilt nur im eigenen Netzwerk.
Zusätzlich gibt es eine externe IP-Adresse, unter der der Router im Internet auftritt und über die dein Heimnetz nach außen sichtbar ist.
Weil diese externe IP-Adresse erst beim Zugriff auf das Internet sichtbar wird, lässt sie sich nur von außen ermitteln.
Eine Möglichkeit ist die Anzeige der IP-Adresse direkt in Windows. Öffne dafür die Eingabeaufforderung, indem du cmd in das Suchfeld eingibts und dann das Suchergebnis "Eingabeaufforderung" anklickst um das Kommandozeilenfenster zu öffnen.
Hier hast du die Möglichkeit, Systembefehle direkt ausführen zu lassen.
Gib jetzt den Befehl "ipconfig" ein.
Anschließend liest du in der Ausgabe die Netzwerkinformationen aus, die dir unter anderem die internen Adressen deiner Netzwerkadapter zeigen.
Da sich die externe IP-Adresse nur von außen bestimmen lässt, ist die Abfrage über passende Websites eine einfache und schnelle Methode. Mehrere Seiten bieten dafür einen Service an, der dir deine aktuelle öffentliche IP-Adresse direkt im Browser anzeigt.
Externe IP-Adresse mit wieistmeineip.de anzeigen
Rufe dafür "wieistmeineip.de" auf. Danach siehst du die externe IP-Adresse, unter der dein Router im Internet erreichbar ist.
Externe IP-Adresse mit dem Hoststar-Tool anzeigen
Alternativ kannst du "hoststar.at/de/tools/meine-ip-adresse" öffnen. Auch dort wird dir die öffentliche IP-Adresse angezeigt.
Wenn du die externe IP-Adresse nicht im Browser, sondern direkt per Konsole ermitteln möchtest, kannst du über die Eingabeaufforderung einen Server im Internet abfragen.
Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten, die alle nach dem gleichen Prinzip funktionieren, weil ein externer Dienst deine Anfrage empfängt und dir die sichtbare IP zurückgibt.
Öffne wieder die Eingabeaufforderung. Administrator-Rechte sind in diesem Fall nicht erforderlich.
Wir nutzen für die Abfrage der externen IP-Adresse das Tool "curl". Hier kurz ein paar Infos zu was ist curl, wer steckt dahinter und was du unbedingt wissen solltest
Curl ist ein Kommandozeilenwerkzeug, mit dem du Daten über Netzwerkprotokolle übertragen kannst, zum Beispiel über HTTP und HTTPS.
In der Praxis rufst du mit curl eine Internetadresse auf und bekommst die Antwort direkt in der Eingabeaufforderung zurück.
Genau deshalb ist curl so praktisch, wenn du die externe IP-Adresse per Eingabeaufforderung abfragen oder Webdienste schnell testen möchtest.
Hinter curl steckt nicht nur ein einzelnes Programm, sondern auch die Bibliothek "libcurl", die viele Anwendungen im Hintergrund nutzen, um Daten über das Internet zu übertragen.
Dadurch begegnet dir curl indirekt sehr häufig, auch wenn du es nicht aktiv startest.
Unter Windows ist curl in vielen Systemen bereits enthalten, denn seit Windows 10 Version 1803 wird curl mit dem Betriebssystem gebündelt.
Falls du unsicher bist, ob curl bei dir verfügbar ist, kannst du in der Eingabeaufforderung "curl –version" eingeben und damit prüfen, ob der Befehl erkannt wird und welche Version installiert ist.
Beim Thema Sicherheit solltest du dir merken, dass curl immer eine Anfrage an einen Server sendet.
Bei der IP-Abfrage sieht der verwendete Dienst deine öffentliche IP-Adresse, weil genau das für die Antwort benötigt wird.
Außerdem ist es im Alltag wichtig, bei HTTPS-Verbindungen die Zertifikatsprüfung nicht leichtfertig zu umgehen, weil das die Verbindung angreifbarer machen kann.
Gib in der Eingabeaufforderung den Befehl
curl ifconfig.co
ein und bestätige mit Enter. Danach wird sofort deine externe IP-Adresse angezeigt.
Durch das Hinzufügen eines Parameters kannst du wahlweise die IPv4-Adresse oder die IPv6-Adresse anzeigen lassen.
Für IPv4 verwendest du:
curl -4 ifconfig.co.
Für IPv6 verwendest du:
curl -6 ifconfig.co
Damit blendest du genau das Protokoll ein, das du gerade brauchst, zum Beispiel für Netzwerktests, VPN-Prüfungen oder Konfigurationen rund um Portfreigaben.
Du kannst den Dienst auch im Browser nutzen. Gib dafür "ifconfig.co" in die Adresszeile ein, damit dir die Seite deine IP-Adresse anzeigt.
Je nach Darstellung des Dienstes siehst du dort häufig auch zusätzliche Informationen, die den mutmaßlichen Standort aus Geo-IP-Datenbanken ableiten.
Wenn der Befehl curl nicht erkannt wird, liegt das häufig daran, dass du eine Windows-Version verwendest, die curl nicht mitliefert, oder dass in mancher Unternehmensumgebung Komponenten entfernt wurden.
In vielen Installationen ist curl seit Windows 10 Version 1803 vorhanden, weshalb sich die hier gezeigten Beispiele oft direkt ausführen lassen.
Damit sind wir auch schon am Ende mit unserem Tutorial. Wir hoffen natürlich, dass dieses Tutorial nützlich für dich war und wünschen dir noch viel Spaß mit unseren vielen anderen Tutorials auf Heimnetzwerk-und-Wlan-Hilfe.com.
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Infos bei Wikipedia
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