Wenn du ein Interview geführt hast oder von deinem Chef eine Datei mit einem gesprochenen Text bekommen hast, kostet das Abtippen oft viel Zeit.
Word kann dir diese Arbeit abnehmen, weil die Umwandlung von Audio in Text über Microsofts Cloud-Dienst in Zusammenarbeit mit MS Word erfolgt.
Das klappt nicht nur mit deutschen Aufnahmen, sondern grundsätzlich auch mit fremdsprachigen Inhalten, solange die Sprache in der Transkription ausgewählt wird und die Aufnahme gut verständlich ist.
Damit die Transkription, das Konvertieren von Sprache zu Schrift, in Word zuverlässig funktioniert, solltest du vorab ein paar Punkte prüfen.
Du brauchst ein Microsoft 365-Konto, weil die Transkription an das Abonnement gebunden ist.
In Word ist das Feature derzeit an bestimmte Umgebungen geknüpft, denn Microsoft beschreibt es als verfügbar in Word für Microsoft 365 unter Windows.
Eine Internetverbindung ist notwendig, weil die Verarbeitung online passiert.
Am zuverlässigsten klappt es in aktuellen Browsern, da Microsoft für die Transkription explizit den neuen Microsoft Edge oder Chrome nennt.
Zuerst öffnest du Word und gehst im "Ribbon auf "Start"". Dort klickst du auf den kleinen Pfeil unter "Diktieren" und wählst im Menü "Transkribieren" aus.
Anschließend klickst du auf den Button "Audio hochladen". Danach wählst du in der Dateiauswahl die Audiodatei mit deinem Diktat aus.
Word unterstützt dabei aktuell diese Formate: WAV, MP4, M4A und MP3.
Sobald der Upload gestartet ist, wird die Aufnahme transkribiert.
Je nach Länge der Audiodatei und Internetgeschwindigkeit kann das eine Weile dauern.
Währenddessen lässt du den Bereich Transkribieren geöffnet, auch wenn du parallel in anderen Tabs oder Programmen weiterarbeiten möchtest.
Nach dem Hochladen passiert im Hintergrund folgendes.
Die Audiodatei wird in deinem OneDrive abgelegt, und zwar im Ordner "Transkribierte Dateien".
Danach kannst du mit dem Ergebnis arbeiten, zum Beispiel indem du das vollständige Transkript als Word-Dokument speicherst oder nur bestimmte Abschnitte in dein Dokument einfügst.
Word trennt dabei außerdem verschiedene Sprecher und markiert sie zunächst als Sprecher 1, Sprecher 2 und so weiter, was du später umbenennen kannst.
Die Aufzeichnungen werden in deinem OneDrive im Ordner "Transkribierte Dateien" gespeichert werden und du kannst sie dort auch löschen.
Audiodaten werden zur Verarbeitung an Microsoft gesendet werden, aber nicht dauerhaft vom Transkriptionsdienst gespeichert.
In der Praxis bedeutet das, die Verarbeitung passiert in der Cloud, deine Datei liegt danach in deinem OneDrive, und du behältst die Kontrolle, indem du sie dort löschen oder teilen kannst.
Aktuell kannst du unbegrenzt viele und lange Audioaufnahmen hochladen, jedoch kann sich das auch wieder ändern. Aktuell gibt es jedoch klare Monatskontingente.
Mit einem Microsoft 365-Abonnement kannst du pro Monat maximal 300 Minuten hochgeladene Audiodaten transkribieren.
Mit einer Microsoft Copilot-Lizenz sind es wesentlich mehr. Am besten schaust du direkt auf der Microsoft-Seite für aktuelle Kontingente nach.
Damit hast du eine konkrete Orientierung, falls du regelmäßig Interviews transkribieren oder viele Diktate in Word verarbeiten willst.
Neben Transkribieren gibt es in Word auch den Befehl "Diktieren". Damit kannst du gesprochenen Text direkt während des Sprechens in Text umsetzen, was sich besonders für kurze Passagen eignet.
Eine praktische Vorgehensweise ist folgende, wenn bereits eine Aufnahme existiert.
Du spielst das Audio auf einem Smartphone oder einem anderen Computer ab und lässt es von einem Mikrofon in Word aufnehmen, sodass Word den Inhalt beim Diktieren sofort verschriftlicht.
So kannst du das gesprochene Wort in Text umsetzen, auch wenn du gerade nicht über die Upload-Transkription arbeiten möchtest oder wenn du eine schnelle Sofortlösung brauchst.
Damit sind wir auch schon am Ende mit unserem Tutorial. Wir hoffen natürlich, dass dieses Tutorial nützlich für dich war und wünschen dir noch viel Spaß mit unseren vielen anderen Tutorials auf Heimnetzwerk-und-Wlan-Hilfe.com.
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